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Kritiken / Meinungen / News


28.02.2007 Gesammelte "ZODIAC" News:
Für alle, die sich gern spoilern lassen:
Bei den Jake Downloads meiner Partnerseite EMJ finden Sie einen TV-Mitschnitt des amerikanischen Senders abc, der diese Woche über die dortigen Bildschirme flimmerte.
Es gibt auf Just Jared ein Interview mit Jake, wo er über Zodiac spricht. In den USA startet der Thriller am 2. März 2007 - die Promotion schon jetzt.
Ein interessanter Zusammenschnitt aus Filmsegmenten, Theorien zum Zodiac-Killer sowie Interwievs mit Robert Graysmith, dem Autor des 'Zodiac' - Buches und Jake Gyllenhaal, der ihn im Film spielt. Bei ifilm.com kann man sich verschiedene Filmausschnitte von Zodiac ansehen. Nobody Else Will He's A Boy Scout Boar House


05.03.2007
Die Kritiken in den USA zu ZODIAC sind zumeist sehr positiv. > Hier
Trotz des Medienrummels um den Film liegt er "nur" an Platz 2 der Kino - Charts in den USA.
An erster Stelle liegt der Film:
Wild Hogs von der Buena Vista Pictures Distribution mit einem Einspielergebnis von 38 Mio. $ in 3287 Kinos - dagegen:
Zodiac von Warner Bros. Pictures International & Paramount Pictures mit 13,1 Mio. $ in 2362 Kinos
Man darf gespannt sein, wie sich das weiter entwickeln wird…
06.03.2007
Spiegel Online:
(...)In den USA feiert man indes ebenfalls mit Feuerstühlen Erfolge. Die Komödie "Wild Hogs" (deutscher Titel: "Born to be Wild - Saumäßig unterwegs", Start: 12. April) mit John Travolta, Tim Alllen, Martin Lawrence und William H. Macy als alternde Biker fährt mit dem zweitbesten Start-Ergebnis dieses Jahres direkt an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts. Die Disney-Produktion legte mit 38 Millionen Dollar Umsatz den bisher besten Start eines Films an einem März-Wochenende hin.
Problemlos auf Platz zwei ging "Zodiac", der neue Thriller von "Sieben"-Regisseur David Fincher. Die Jagd nach einem Serienkiller mit Mark Ruffalo, Jake Gyllenhaal und Robert Downey Jr. bescherte Paramount ein Einspielergebnis von 13,1 Millionen Dollar. "Ghost Rider" fiel nach zwei Wochen Führung an seinem dritten Wochenende zurück auf Platz drei. Dennoch wird die Marvel-Verfilmung, die mittlerweile 94,8 Millionen Dollar eingespielt hat, wohl als erster Film in diesem Jahr die 100 Millionen Dollar Marke überschreiten.


09.04.2007 Film Review
Die englischsprachige Filmzeitschrift "Film Review" hat einen großen Bericht zu "ZODIAC" veröffentlicht.
was allerdings nichts daran ändert, das der Film leider kein Erfolg ist in den USA. :o(
Fotos: FilmReview Quelle: iheartjakemedia

Film Review

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10.05.2007 Jake gruselt sich
Jake Gyllenhall weiß genau, warum er seinen letzten Film gedreht hat: er machte ihm Angst!
Zodiac ist ein Thriller über das Leben des Serienkillers, der in den 60ern und 70ern San Francisco terrorisierte.
Gyllenhaal spielt Robert Graysmith, einen Zeitungscartoonisten, der von dem Fall besessen ist und schließlich in den Ermittlungen sogar eine Schlüsselrolle spielt.

"Das erste Mal, als ich das Skript las, all diese Morde, ins besondere, war erschreckend", sagt Gyllenhaal. "Ich erinnere mich, wie ich durch die Seiten blätterte und dachte: Das ist alles wahr, das ist wirklich passiert. Ich wollte sofort bei dem Film dabei sein."
Es waren nicht nur die Morde, die erschreckend waren. Als Gyllenhaal das fertige Skript von Regisseur David Fincher vorgelegt bekam, realisierte er, was für Mammutprojekt das werden würde.
"Ich las einen Entwurf von ihm und der hatte schon mehr als 200 Seiten", sagt Gyllenhaal und führt an, dass der Film dann mehr als drei Stunden dauern würde.
Eine reale Person zu spielen war für den 26-Jährigen eine Herausforderung, obwohl er es bereits vorher in Filmen wie October Sky getan hatte.
"Für mich als Schauspieler hatte das alles weniger mit den Fakten zu tun, als mit der Frage, warum Robert Graysmith so viel Spaß an der Sache hatte. Ich denke schon, dass Robert Spaß hatte. Aber ich denke, dass es schwer ist für die Leute zu verstehen, warum Robert Spaß daran hatte diese Person (den Zodiac Killer) zu suchen. Wenn du ein Polizist bist, dann ist es nur dein Job, genau, wie wenn du ein Journalist bist. Aber Robert hatte wirklich Spaß. Er war wie ein Kind im Süßigkeitenladen, das unterscheidet es für mich auch von einer klassischen Detektivegeschichte."
Der Zodiac Killer führte die Polizei an der Nase herum und sendete Nachrichten und Codes an die Zeitungen. Der echte Robert Graysmith arbeitete für die San Francisco Chronicles und war gerade ihm Raum, als man einen der Zodiac Briefe bekam. Er wurde sofort darauf aufmerksam und eine Besessenheit erwuchs, die seit mehr als 30 Jahren anhält und ihn nun dazu gebracht hat, von einem Oscarnominierten Schauspieler dargestellt zu werden.
"Ich hab gesehen, wie Jake meinen Charakter interpretiert", sagt Graysmith, der oft an den Sets war. "Er war keine Kopie von mir, sondern interpretierte mich. Ich denke, er hat meinen Enthusiasmus, meine Südstaatenart, meine nette Zuvorkommenheit und meinen extremen Perfektionismus erfasst."
Für Gyllenhaal wurde Zodiac zu einer Art Marathon. Er hatte zwar bereits an langen Filmen gearbeitet, wie dem Blogbuster The Day After Tomorrow, doch das war etwas völlig anderes.
"Wir drehten den Film in sechseinhalb Monaten, 110 Tage, in denen du die meiste Zeit redest und dabei ist es ein Film über die Suche nach einem Serienkiller."
Aber Gyllenhaal war nicht allein. Finchers Cast beinhaltet: Robert Downey Jr und Mark Ruffallo. "Das unmögliche Trio", wie Gyllenhaal sie beschreibt.
"Mark und Robert haben viel mehr Erfahrung als ich, und ich habe von ihnen jeden Tag etwas lernen können."
Vorher hatte Gyllenhaal Leute kennengelernt, die etwas von dem Zodiac mitbekommen hatten.
"Das Publikum wird das alles in 1 1/2 Stunden erfahren, aber ich denke, es ist etwas anderes, wenn du in dieser Welt bist" , sagt er. "Ich weiß wirklich nicht, ob ich noch einmal in die Welt des Zodiac zurückmöchte, aber es ist schon eine Welt, in der es sich lohnt gewesen zu sein."
Das Interview führte Andy Dougan
Quelle: Hertfordshire.co.uk
Übersetzt von Esther von IMJ :o) DANKE


WAZ 19.05.2007 :
Mit der Lupe gesucht
Die guten Filme sind in Cannes nicht derartige Mangelware, dass ein Vergrößerungsglas her müsste - das Gerät gehört zu dem Film "Zodiac", der detailreich und komplex von der Suche nach einem Serienmörder erzählt Cannes. Das "Carlton" mit seiner Prachtfassade im Zuckerbäckerstil ist nicht nur das nobelste Hotel von Cannes. Was hier als riesiges Filmplakat hängt, wird garantiert auch ein Renner des Festivals oder der Kinosaison. So schauen diesmal George Clooney, Brad Pitt und Matt Damon auf die Besucher herab, die zum Festival-Palais über den Palmenboulevard Croisette hecheln.
Die smarten Herren werben für "Ocean´s Thirteen". Und sie werden nächste Woche in Cannes einfliegen, denn Steven Soderberghs Ganovenstück gehört zu den Schmuckstücken des Festivals. "Ocean´s Thirteen" läuft im Wettbewerb, aber außer Konkurrenz. Und darüber kann man streiten. Denn er ist einer von mehreren Filmen mit Staraufgebot, gedreht von einem Top-Regisseur, die sich nicht dem Urteil der Jury stellen.
Das gilt auch für Michael Moores mit Spannung erwarteten Beitrag "Sicko" über das US-Gesundheitssystem. Wer weiß, wie knallhart der wohl berühmteste Dokumentarfilmer in "Bowling for Columbine" oder in "Fahrenheit 9/11" seine Gegner vorführt, der könnte sich in Moores neuem Film durchaus einen Palmen-Anwärter vorstellen.
Ebenfalls außer Konkurrenz laufen Michael Winterbottoms "A mighty Heart" mit Angelina Jolie, Abel Ferraras "Go Go Tails" oder das u. a. von Leonardo Di Caprio angestoßene Filmprojekt "The 11th Hour", eine kritische Bestandsaufnahme unserer Gesellschaft und unseres Ökosystems. Jeder dieser Beiträge wäre preiswürdig. Aber so haben die weniger bekannten Filmemacher eine Chance, darunter Asiaten wie Lee Chang-Dong, Naomi Kawase oder Kim Ki-Duk, aber auch Marjane Satrapi (Frankreich/Iran), Bela Tarr (Ungarn) oder Cristian Mungiu (Rumänien), der im Wettbewerb einen Film über einen illegalen Schwangerschaftsabbruch zeigte, der wohl den meisten Festivalzuschauern an die Nieren ging ("Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage").
Natürlich stellen sich auch erfahrene Cannes-Regisseure der Jury. Etwa die Coen-Brüder, die hier mit "Fargo" Kinogeschichte schrieben und die diesmal mit "No Country for old men" dabei sind. Auch dieser lakonische Filmkrimi, in dem die Coens mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem und Woody Harrelson am heutigen Samstag Star-Power auffahren, könnte "Fargo"-Qualitäten haben. Nicht zu vergessen Quentin Tarantino, der einst von Cannes aus mit "Pulp Fiction" eine Weltkarriere startete, die Cannes-Jury leitete und diesmal mit "Death Proof" sein mörderisches Können unter Beweis stellt.
Auf Serienmörder-Jagd schickt David Fincher ("Seven", "Panic Room") seine Filmfiguren. "Zodiac" entstand nach einem wahren Fall, der nie restlos aufgeklärt wurde. Finchers Film ist sehr komplex in akribischer Verfolgung der Details und lässt die Zuschauer mit dem Gefühl zurück, dass viele Fragen offen sind. "Genau das hat mich gereizt", erklärt Fincher. "Ich wollte zeigen, wie für alle Beteiligten, nicht nur für den Mörder, sondern auch für Polizisten und Journalisten, die Taten zur Manie werden, die ihr Leben bestimmt und verändert." "Brokeback Mountain"-Cowboy Jake Gyllenhaal, der einen Zeitungskarikaturisten verkörpert, bestätigt: "Ich fand es spannend, einen Menschen zu spielen, der durch seine visuellen Fähigkeiten ein Auge für verschlüsselte Botschaften des Mörders hat und sich immer tiefer in den Fall vergräbt."
In "Les Chansons d´Amour" von Christopher Honoré geht es um einen jungen Mann, der mit zwei Frauen lebt. Als seine Lieblingsfrau am Herzinfarkt stirbt, hüllt er sich in Trauer. Das macht ihn umso attraktiver für seine Umgebung, inklusive Schwägerin und homosexuellen Nachbarn. "Les Chansons d´Amour" hält, was der Titel androht: Die gefühlsbeladenen Dialoge werden teils gesungen. Abgesehen davon, dass Alain Resnais das vor Jahren in "On connait le chanson" vorgemacht hat, kommen die Musiknummern der Schauspieler mäßig intensiv rüber. Was heißt eigentlich auf französisch: Schuster bleib´ bei deinen Leisten?
Quelle: 18.05.2007 Von Michael Vaupel / WAZ

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Zwei Killerjäger im Blitzlichtgewitter

Jake Gyllenhaal und Mark Ruffalo stellen den neuen David-Fincher-Film «Zodiac» in Cannes vor

VON MATTHIAS LERF / SonntagsZeitung

«Zodiac» ist ein Film über einen Serienkiller. Aber es gibt ein Problem: Am Ende wird der Täter nicht gefasst. Und derjenige, der ihn während fast drei Leinwandstunden gejagt hat, muss zugeben: «Der läuft vielleicht noch frei herum. Und kauft sich ein T-Shirt unseres Films.»

Mark Ruffalo, 37, lacht, wenn er das sagt. Aber die Sache ist ernst. Er spielt den Polizisten David Toschi, dessen Leben an der Suche nach dem so genannten «Zodiac»-Killer zerbrach. Und Jake Gyllenhaal, 26, spielt den Journalisten Robert Graysmith. Der schreibt jetzt noch Bücher über diesen Fall, der vor 30 Jahren die San Francisco Bay erschütterte. Zwei sensationelle Hauptdarsteller auf dem roten Teppich von Cannes – die aber Umwege gehen mussten, bis sie im Blitzlichtgewitter angelangt sind.
Bei Gyllenhaal sah auf den ersten Blick alles ganz leicht aus. Sein Vater (Stephen Gyllenhaal) ist Regisseur, seine Mutter (Naomi Froner) Drehbuchautorin, seine ältere Schwester Maggie ebenfalls Schauspielerin. Damit nicht genug. Jamie Lee Curtis ist seine Gotte, Paul Newman gab ihm Fahrstunden. Bereits mit elf spielte er Billy Crystals Sohn in «City Slickers». Und mit 21 hatte er – an der Seite von Maggie – mit «Donnie Darko» den ersten Hit.
Und doch: «Die Familie war auch eine Belastung, bei den Dreharbeiten zu ‹Donnie Darko› stritt ich ständig mit Maggie», erzählt Gyllenhaal. Wendepunkt seiner Karriere wurde dann seine grösste Niederlage. Eigentlich sollte er, an der Seite seiner damaligen Freundin Kirsten Dunst, die Hauptrolle in «Spider-Man 2» spielen. Doch dann besann sich Tobey Maguire anders und hatte plötzlich wieder Lust. Gyllenhaal schien fürs Leben gestempelt zu sein, als Ersatzmann.

Der echte Inspektor Toschi stand Pate für «Dirty Harry»

Auch für Mark Ruffalo bedeutete eine Rolle, die er nicht bekam, die Wende. Bereits 1985 kam er nach Los Angeles, aber schaffte es höchstens in dubiose Filme. «Ich musste wirklich Dreck essen, jahrelang», erinnert sich Ruffalo. Erst um das Jahr 2000 wurde es besser, er hatte den Vertrag für seinen ersten echten Hollywoodpart in der Tasche: «Signs» von M. Night Shyamalan. Aber er konnte ihn nicht spielen, wegen unerträglicher Kopfschmerzen. Diagnose: Hirntumor.
Was hat Sie nach überstandener Krankheit nach oben gebracht, Mister Ruffalo? Der zögert keine Sekunde: «Besessenheit. Vielleicht war es die gleiche Besessenheit, die zwei Männer jahrelang einen Killer jagen lässt, der ein Phantom ist. Vielleicht war es aber auch eine gesündere Besessenheit.» Auf jeden Fall war Ruffalo plötzlich ein Mann, der einem auffiel, auch in Nebenrollen. Zum Beispiel, wenn er als knallharter Polizist Meg Ryan verführt in «In the Cut». Oder wenn er Tom Cruise jagt in «Collateral».
Jetzt, in «Zodiac» ist er grossartig in einer Figur, die es wirklich gab – und die seinerseits das Vorbild für Fantasiefiguren war. Der echte Inspektor Toschi stand Pate für Steve McQueens Titelhelden in «Bullit», für Michael Douglas Inspektor in den «Strassen von San Francisco» und sogar für Clint Eastwoods «Dirty Harry». Ruffalo spielt mit diesem ganzen Ballast auf den Schultern, und doch mit Leichtigkeit.

«Dieser Killer ist wie das Monster unter dem Bett»
Gyllenhaal konterte die Spider-Man-Niederlage mit Ernsthaftigkeit. «Ich entschied mich, noch genauer auszuwählen, noch sorgfältiger.» Und hatte dann im selben Jahr zwei Filme im Kino, die ihn in die Schlagzeilen brachten: den Irakfilm «Jarhead» und besonders «Brokeback Mountain», der so viel mehr ist als nur der «schwule Cowboyfilm».
So gerüstet kam er zu «Zodiac» – und verlor sofort den Boden unter den Füssen. Er spielt den kleinen Karikaturisten und Journalisten, der glaubt, ein grosser Mörderjäger zu sein. Und dafür alles opfert. «Dieser Killer ist wie das Monster unter dem Bett. Manchmal denkt man, es ist da, ganz nahe. Manchmal weiss man ganz genau, dass es nicht existiert.»
Der Thriller «Zodiac» ist in seinen besten Momenten eine schon fast unverschämte Reflexion über die Suche nach der Wahrheit, die einem immer wieder entwischt. Aber etwas ist sicher: Stützpfeiler in der Unwissenheit sind die Hauptdarsteller. Wenigstens eine Gewissheit haben beide nach diesem Film. Gyllenhaal drückt sie so aus: «Früher war ich wie Madonna, die versucht zu schauspielern. Jetzt weiss ich, dass ich jede Rolle spielen kann».

«Zodiac»: ab 31. Mai im Kino
© Tamedia AG / SonntagsZeitung Schweiz

Serienkiller nur als Ausnahme
26/05/2007 12:06
(c) Warner Bros.Foto vergrößern
Wie das Branchenmagazin Hollywood-Reporter am 18. Mai 2007 berichtet, wollte Fincher nach "Sieben" (1995) keinen Film über Serienkiller mehr drehen. Das Script von "Zodiac - Die Spur des Killers" sei jedoch so verlockend gewesen, dass er eine Ausnahme machte. "Und wenn man ehrlich ist, geht es nur die ersten 35 Minuten um einen Mörder. Es ist ein Film über Recherchen, das Zeitungswesen und die Reaktion auf die damaligen Ereignisse", so der Filmemacher. Weiter lobte Fincher seine Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal und Robert Downey Jr., die er für die besten ihrer Generation halte.
(filmreporter.de)

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Kritiken:

Wenige Tage vor dem Start von Zodiac melden sich die ersten Kritiker und die Reviews könnten nicht unterschiedlicher sein.
ad-hoc-news schreibt:
....«Zodiac» ist ein untypischer David Fincher. Das dramatische Finale bleibt aus, schließlich wurde der Killer, der Dutzende Morde begangen haben will, offiziell nie enttarnt. In Wirklichkeit war Zodiac vermutlich sogar eine wenig faszinierende Figur. Die Briefe strotzten vor Rechtschreibfehlern, der erste codierte Brief wurde von einer Lehrerin entschlüsselt und «nur» fünf Morde gelten heute als gesichert. Im Vordergrund stehen bei Fincher vielmehr die Faszination, die das Böse auf gute Menschen ausübt und die irrationale Sehnsucht nach der überlebensgroßen Bestie, welche Medien und Popkultur nur allzu dankbar ausgeschlachtet haben....
Unbefriedigt und frustriert blieben die Filmkritiker von Filmdienst zurück, wogegen die FuldaerZeitung tönt:
David Fincher ist erneut ein formidabler, mitunter knallharter Thriller gelungen. Wer starke Nerven hat, sollte sich den Film anschauen....
(Anmerkung von mir: Der Film ist FSK 16) - Wer mehr lesen will, klicke bitte auf die Links.
Quelle: IMJ DANKE! :o)


31.05.2007
rbb meint:
...Die erfolglose Suche nach dem Mörder – sie zieht sich über zweieinhalb Stunden. Das ist manchmal sehr spannend. Doch Finchers bester Film ist es nicht.

Fritz meint:
FilmFritz Ronald Blum meint:
Mit "Zodiac" hat Regisseur David Fincher eine Art Gegenentwurf zu seinem Serienkiller-Thriller "Sieben" geschaffen, denn diesmal geht es nicht so sehr um Gänsehaut und Nervenkitzel – der Film ist vielmehr ein akribisch recherchiertes Doku-Drama. Erzählt wird die Geschichte einer Obsession, die Fincher faktenreich und ohne Firlefanz, in überaus ruhigen und sehr geschmeidigen Bildern vermittelt.
"Zodiac" ist Finchers sicherlich reifster und auch ernsthaftester Film geworden – der den geduldigen und konzentrationswilligen Zuschauer mit einer so beklemmenden, wie faszinierenden Fallstudie belohnt.

SWR meint:
Regisseur David Fincher, der mit dem Film "Sieben" bereits einen der besten Thriller über einen Serienkiller gedreht hat, hält sich diesmal streng an die Tatsachen. Damit gelingt ihm ein kühler, aber packender Thriller in präzise getroffenem 60er-Jahre-Ambiente. Hoffentlich haben Sie auf dem Rückweg vom Kino keine Reifenpanne.

br-online meint:
...Regisseur David Fincher hat ein grandioses, Detail versessenes Dokudrama geschaffen um einen der berüchtigtsten Serienkiller der Vereinigten Staaten. Die Morde im Umland von San Francisco Ende der Sechziger bis Anfang der Siebziger Jahre wurden nie restlos aufgeklärt. Und auch der Film hat ein offenes Ende, das einen noch umtreibt, lange nachdem man das Kino verlassen hat.
...Finchers frühere Filme bestachen durch ihre verspielte Künstlichkeit. "Fight Club", "Panic Room", "The Game" und sein erster Ausflug ins Serienkiller-Genre, "Seven" waren opulente, düstere, bildgewaltige Inszenierungen. "Zodiac" dagegen ist tief im Realismus verankert. Kein Film mit kameratechnischen Mätzchen oder optischen Achterbahnfahrten. In seiner Nüchternheit erinnert er an den großen realistischen Thriller der Siebziger, "Die Unbestechlichen – All the President's Men" über den Watergate-Skandal. Fincher lässt seine Figuren in Polizeiakten wühlen, sich im Newsroom die Köpfe heiß reden und inszeniert das Zeitkolorit mit einer immensen Detailtreue. Das verschachtelte Drehbuch stopft eine enorme Informationsfülle in den Film, aber Fincher gelingt es bis zum Schluss, Rhythmus und dramatische Spannung zu halten. Eine Antwort auf den Täter kann der Film aber nicht geben und sprengt so die Konventionen des Genres. Das Chaos, das Zodiac freisetzte, wird für immer bleiben.

mdr meint:
... "Zodiac" ist kein Krimi im klassischen Sinne, denn hauptsächlich zeigt er, wie die Jagd nach dem Killer das Leben der Ermittler verändert. Das ist packendes Kino mit einem Ende, das die Zuschauer ein wenig verstören wird.

ARD - Morgenmagazin meint:
...Regisseur David Fincher („Seven“, „Panic Room“) konzentriert sich auf vier Männer, die versuchen, den Täter zu identifizieren, alle auf eine andere Art von dem Fall besessen. Er verzichtet auf reißerische Elemente und verlässt sich auf sein bis in die Nebenrollen sehr gutes Ensemble (darunter Jake Gyllenhaal und Robert Downey jr.).

Deutschland Radio meint:
...Basierend auf zwei Büchern von Robert Graysmith haben sich Regisseur Fincher und sein junger Drehbuchautor James Vanderbilt in den Fall vertieft und den Film anhand der Fakten zu einem Dokudrama verarbeitet. Doch diese akribische Spurensuche kommt zwar mit ausgezeichneten Darsteller-"Sprechern", aber auch mit mehr und mehr dramaturgischer Leere bzw. Langeweile daher.
Die Wort-Rede-Spannung entwickelt sich zwiespältig-mürbe bis schließlich mühselig; das enorme zeitintensive Puzzlespiel gehört im Grunde in die Hörkassette und nicht auf die große, letztlich völlig unterforderte Leinwand. Und eigentlich, so der Gesamteindruck, erscheint die amerikanische Angst-Story, so betrachtet, aufgearbeitet, hierzulande eher belanglos. Im Grunde interessiert der Film nur, weil er eben von David Fincher stammt, der hiermit seinen ersten schwächeren, dennoch aber keineswegs gänzlich uninteressanten Kinofilm abliefert. Vielleicht: "Irgendwie zwiespältig-interessant"...

Spiegel - Online meint :
...In diesem Spannungsfeld ist es erstaunlich, dass Fincher so gut wie aller Erwartungen an ihn und das Genre unterläuft. Es gibt keinen Wettlauf gegen die Zeit, kein Zittern, wann der Unbekannte das nächste Mal zuschlägt wie einst in "Se7en".
...Fincher hält sich an die Fakten und nimmt in Kauf, dass über Verdächtige nur spekuliert werden kann. Und selbst die Gewalttaten sind eher klinisch und vergleichsweise schreckfrei gefilmt. Einer der besten Angstexperten Hollywoods verzichtet darauf, dem Publikum echte Angst einzujagen.
...Die Zahl der "Zodiac"-Opfer ist bis heute umstritten. In zehn Fällen wird sein Name genannt, als gesichert gelten bislang nur fünf. Eine Annahme zu der auch Fincher neigt: Der Serienmörder habe etwas Befriedigenderes gefunden als Töten, sagt er - "nämlich die narzissistische Erfüllung, mit seinen Taten in aller Munde zu sein". Bislang etwa sieben Filme, darunter auch "Exorcist III", beruhen zumindest teilweise auf dem Zodiac-Fall - sowie fünf Romane und etliche Songs.
Die Geschichte gibt offenbar immer noch genügend Stoff. In diesem Frühjahr hat auch das San Francisco Police Department die Ermittlungen wieder aufgenommen.

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stern.de - 31.5.2007 - 10:09
David Fincher
"Es sind nicht die Morde, die interessant sind..."
In den späten sechziger Jahren terrorisierte der Zodiac-Killer Kalifornien und prahlte mit 37 Morden. Der US-Regisseur David Fincher ("Fightclub") verfilmte den Stoff und erzählt im stern.de-Interview von Folterfilmen und warum der "Zodiac-Killer" garantiert nicht mehr lebt.

Mister Fincher, stimmt es, dass Sie bei Ihren Recherchen seinerzeit übersehene Beweise entdeckt haben?
Das nicht, aber wir haben eine Menge neuer Fragen aufgeworfen. Das liegt vor allem an den neuen Technologien im Bereich Handschriftenanalyse oder geografisches Profiling. Dennoch glaube ich nicht, dass der Fall jemals gelöst wird.

Sie sind in Marin County, unweit der Tatorte ausgewachsen und waren sieben Jahre alt, als die Zodiac-Morde passierten. Kamen bei Ihnen während der Recherchen irgendwelche Erinnerungen oder Gefühle von damals hoch?
Das ließ sich gar nicht vermeiden. In den Film ist unglaublich viel von dem Bild und den Vorstellungen, die ich von den siebziger Jahren habe, eingeflossen. Was die Leute trugen, die Schreibmaschinen, die Musik im Radio, die Autos, die Geräusche, die sie machten. Man kann sich von den Dingen, die man kennt, nicht trennen. Und jeder hat eine andere Vorstellung. Wenn ich mir einen Film wie zum Beispiel "Boogie Nights" anschaue - das ist nicht meine Realität der Siebziger.

Wie war das, als Sie mit den in den Fall verwickelten Leuten gesprochen haben? Speziell mit den Überlebenden der Zodiac-Attacken?
Es war ziemlich unangenehm. Jemanden zu fragen, was er gedacht hat, als er mit dem Messer angegriffen wurde, ist verständlicherweise nicht einfach. Aber auch, wenn das jetzt ein bisschen hart klingt: Für mich waren weniger die Morde interessant, sondern die Briefe des Killers, und wie sie seine Gedankenprozesse charakterisieren. Im Großen und Ganzen handelt mein Film über das Bedürfnis etwas zu Wissen und weniger über das Wissen selbst.

Robert Graysmith und Sie scheinen sich in ihrer Akribie und Obsession ziemlich ähnlich zu sein. Täuscht der Eindruck?
Ich weiß nicht, ob ich so zwanghaft bin. Ich bin nicht so eine obsessive Persönlichkeit. Ich möchte Dinge verstehen, um dann in der Lage zu sein, sie den Zuschauern zu präsentieren, wobei ich aber nicht versuche, sie an einen bestimmten Ort zu führen. Das habe ich mit meinen Filmen, "Panic Room" vielleicht ausgenommen, noch nie gemacht. Ich bin keiner, der mit seinem Publikum eine Art Kumpanei eingeht. Im Gegensatz zu Robert verkaufe ich keine Lösung, da sind wir sehr verschieden. Ich kreiere Bilder und Momente, auf die sich das Publikum seinen Reim machen kann, Robert liefert dir einen Standpunkt, der auf Fakten basiert.

Robert Downey Jr meinte, unterm Strich sei "Zodiac" nicht einfach ein Fincher-Film, sondern eine sehr persönliche Angelegenheit. Was meint er damit?
Ich wusste von Anfang an, dass ich keinen Polizei-Thriller machen wollte, sondern einen Zeitungs-Film. Das lag daran, dass ich durch meinen Vater, der Journalist war, viele Reporter wie den von Robert verkörperten Paul Avery kannte. Ich bin mit diesen Jungs quasi groß geworden. Eine Rolle spielt natürlich auch, dass ich die Zeit, in der Zodiac sein Unwesen trieb, als Kind miterlebt habe. Es stecken also schon sehr viel persönliche Erfahrungen in diesem Film, da hat Robert Recht.

Sie selbst bezeichnen "Zodiac" als Ihren ungeschminktesten, schlichtesten Film. Ihr Markenzeichen war bisher eine innovative, visuelle Kraft. War diese Umstellung schwierig?
Nein, es ist halt nur eine andere Art von Film. Aber was für eine! In "Fight Club" prügeln sich die Leute ständig und jagen Gebäude in Luft. Hier hingegen wird viel geredet. Sehr viel. Die Figuren machen nicht viel, und es passiert auch nicht viel. Und das Publikum ist gezwungen, einen Berg von Fakten zu verarbeiten. Die einzige Währung, die dieser Film besitzt sind: Daten.

Für den Zuschauer harte Arbeit...
Ja. Das ist der Versuch, die Leute auf andere Art und Weise zu - ich hasse dieses Wort - unterhalten. Und die entscheidende Frage ist, ob sie sich auf dieses Dialog- und Fakten-Gewitter zwei Stunden und vierzig Minuten lang einlassen. Können die so lang stillsitzen? Ich weiß es nicht. Wie war es bei Ihnen?

Ich fand es sehr spannend, mir kamen diese zweieinhalb Stunden vor wie 90 Minuten. Ich bin allerdings auch ein großer Fan des Watergate-Films "Die Unbestechlichen", auf den Sie sich ja auch berufen.
Das Problem war, dass der Film in Amerika als Reißer im Stil von "Sieben" verkauft wurde. Das ist er definitiv nicht. Deshalb war er dort auch nicht so erfolgreich. Die Leute hatten scheinbar was anderes erwartet.

Sie zeigen die Zodiac-Morde unglaublich schnell, unmittelbar und brutal...
...genauso waren sie ja auch.

...und arbeiten damit gegen den aktuellen Gewaltporno-Trend mit Werken wie "Saw" oder "Hostel". Was halten Sie von solchen Filmen?
Diese neue amerikanische Vorliebe an Folter ist mir ein Rätsel. Auf mich wirken diese Filme nicht zu Ende gedacht. In "Sieben" ging es auch um Erniedrigung, und die Verbrechen darin waren nicht weniger grausam, aber muss man das Detail für Detail durchstehen? Die Dinge, die wir damals nur angedeutet haben, sind plötzlich Hauptpunkt der Geschichte. Ich finde das extrem beunruhigend.

Haben Sie eine Theorie, warum das Serienkiller-Phänomen besonders in den USA so stark ist?
Ich weiß gar nicht, ob das ein amerikanisches Phänomen ist. Serienkiller gab es auch in anderen Teilen der Welt. Aber diese bizarre Mischung aus Freiheitsliebe und Puritanismus bildet in Amerika sicherlich einen besonderen Nährboden. In England etwa kompensieren die Menschen ihren Frust über gesellschaftliche Verhaltensregeln mit viel Humor. In Amerika hingegen scheinen die Leute geradezu gezwungen zu werden ihre dunklen Geheimnisse an den Rändern der Gesellschaft auszuleben. Und deren bestimmte Art von Selbstgerechtigkeit scheint tatsächlich ein amerikanisches Phänomen zu sein. Hier gilt der Anspruch, es besser zu haben und mehr zu besitzen. Ein Serienkiller verschafft sich durch seine Taten Macht und Kontrolle und meint damit einen Weg gefunden zu haben, in die Gemeinschaft zurückkehren zu können.

Inwiefern hatte Zodiac Einfluss auf die Medien und die Popkultur?
Außer vielleicht Jack the Ripper hatte keiner dieser Geisteskranken so einen direkten Draht zur Öffentlichkeit. Die Zeitungen haben seine Briefe ungefiltert veröffentlicht. Es wurde ihm sogar ermöglicht, sich in einer Fernsehshow zu äußern, weil sich die Ermittler davon versprachen, ihn überführen zu können. Und er wird sich sicherlich auch geschmeichelt gefühlt haben, dass sein Fall Filme wie zum Beispiel "Dirty Harry" inspiriert hat. Interessant ist, dass Zodiac aufhörte zu töten, als von etwas abhängig wurde, das weit mehr berauschend war, als Leute zu töten.

Nämlich?
Die Presse. Deshalb behauptete er auch für Morde verantwortlich zu sein, die er gar nicht begangen haben konnte. Er war süchtig danach, in der Zeitung zu stehen.

In seinem letzten Brief schrieb Zodiac: "Ich warte auf einen guten Film über mich." Haben Sie sich mal vorgestellt, dass Sie seinen Wunsch erfüllt haben, und er sich in irgendeinem Kino "Zodiac" anschaut?
Zodiac lebt nicht mehr - auch wenn es nicht Arthur Leigh Allen war, der als Hauptverdächtigter galt. Der Täter war damals etwa in den späten Vierzigern und wahrscheinlich...

...wäre er heute so Mitte 70.
Ja, stimmt. Aber nein, er lebt nicht mehr. Sonst hätten wir sicherlich von ihm gehört.

Quelle: Interview: Bernd Teichmann / Stern.de

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28.05.2007 Kino & Film - Nahaufnahme Im Banne eines Mörders
Frankfurt/Main (AP) Ende der sechziger Jahre herrschten Furcht und Schrecken im Großraum von San Francisco. Es war ein brutaler Serienmörder, der in der Hochzeit der Hippie-Ära damals Angst verbreitete und dessen Mordlust mindestens fünf Menschen zum Opfer fielen. Was aber besondere Furcht unter den Bewohnern Kaliforniens erregte, war der Bekenntnisdrang des Killers, der sich in Briefen an lokale Zeitungen äußerte. Diese wahre Geschichte hat nun Regisseur David Fincher zu seinem neuen Film «Zodiac» verarbeitet, der am 31. Mai in die Kinos kommt.
Fincher hat sich mit seinen früheren Produktionen «Sieben», «Fight Club» und «Panic Room» einen besonders guten Ruf in Hollywood erarbeitet, denn seine Filme haben Qualität und kommerziellen Erfolg zugleich. Auch in seiner neuen Arbeit beweist Fincher seine Fähigkeit, das Publikum für das Geschehen auf der Leinwand zu fesseln, auch wenn ihm «Zodiac» mit 157 Minuten zu lang gerät. Aber mehr wird dem erfolgreichen Regisseur das ungewöhnliche Ende des Films zu schaffen machen, das hier natürlich nicht verraten wird.
Es gibt gewiss kein Recht der zahlenden Zuschauer auf ein Happy End, aber ein gewisses Bedürfnis nach Klarheit gibt es eben schon. Der Film bedient dieses Bedürfnis keineswegs so willfährig wie viele andere Produktionen der Traumfabriken. Das ist Fincher und seinem Drehbuchautor James Vanderbilt hoch anzurechnen. Ungewöhnlich und originell ist ihr Ansatz, die vier Männer, die dem Killer auf der Spur sind, als tragische Helden zu zeigen. Es sind Jäger, die es mit einer ebenso raffinierten wie geltungsbedürftigen Bestie zu tun haben. Da ist der Starreporter Paul Avery (Robert Downey jr.) vom San Francisco Chronicle, der seine größte Story wittert, aber genau an dieser zerbricht.
Da sind die beiden Polizisten vom Morddezernat, der ehrgeizige, sich in den Fall verbeißende Inspector Dave Toschi und sein ruhiger, eher systematisch arbeitender Partner, Inspector William Armstrong. Toschi, glänzend verkörpert von Mark Ruffalo, und der von Anthomny Edwards gespielte Armstrong werden durch die Jagd nach dem Killer einige Zeit populäre Figuren. Doch ihr Ziel, nämlich die Festnahme des Verbrechers, erreichen sie nicht. Das bringt eine Bruchstelle in ihre beruflichen, aber auch privaten Biografien - auch sie sind, wie der Journalist Avery, letztlich Opfer eines diabolischen Mörders.
Aber da gibt es ja auch noch den vierten Jäger. Es ist Robert Graysmith, ein junger, ziemlich schüchterner Zeitungskarikaturist, den eigentlich niemand so richtig ernst nimmt. Doch Graysmith setzt sich mit großer Hartnäckigkeit daran, die verschlüsselten Botschaften des Killers, der so gerne Katz und Maus mit seinen Verfolgern spielt, zu entschlüsseln. Und dabei kommt er, so suggeriert das jedenfalls der Film, viel näher an die Lösung des Falles als alle anderen.
Hollywoods Aufsteiger Jake Gyllenhaal vermittelt diesem Karikaturisten, der die eigentliche Hauptfigur von «Zodiac» ist, mit seiner dunkel grundierten Ausdrucksfähigkeit die notwendige Intensität. Und er ist es dann auch schließlich, der Auge um Auge dem Mann gegenüber steht, der etliche Menschenleben auf dem Gewissen gehabt haben könnte. Der reale Robert Graysmith hat Bücher über den Fall geschrieben, das Drehbuch beruht darauf. Fincher, selbst aufgewachsen nahe bei San Francisco und als Kind mit der Mordserie konfrontiert, ist ebenso wie Graysmith von einem Kriminalfall fasziniert, der noch immer Rätsel aufgibt.
Es wird sehr die Frage sein, ob das Publikum diese Faszination teilen wird. Denn Finchers kriminalistisches und psychologisches Puzzlespiel erfordert viel Geduld und Aufmerksamkeit. Auch sind einige schreckliche Szenen von den Mordtaten in dem Film, die dramaturgisch zwar notwendig, aber nur schwer erträglich sind. Es ist also ebenso intelligente wie harte Kinokost, die Besucher von «Zodiac» erwartet. Wer dies nicht scheut, wird das Eintrittsgeld durchaus nicht bereuen.
Quelle: YahooNachrichten

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07.05.2007 CINEMA Ausgabe: 06/07 "ZODIAC"
In der aktuellen Ausgabe der CINEMA befinden sich 8 Sonderseiten zu ZODIAC!
Quelle: CINEMA Vielen Dank für die Scanns an BIGGI :o)

CINEMA 06/07

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Jake und Chloe Sevigny - in Cannes

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