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Proof

Proof


Proof
Der Beweis – Liebe zwischen Genie und Wahnsinn
...ist ein Film des britischen Regisseurs John Madden aus dem Jahr 2005. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von David Auburn und wurde u. a. von dem Filmstudio Miramax produziert.
USA Produktionsjahr: 2005 / Länge : 99 Minuten
Regie: John Madden / Drehbuch: Rebecca Miller und David Auburn (Theaterstück)
Produktion: John Hart, Robert Kessel, Alison Owen und Jeff Sharp / Musik: Stephen Warbeck / Kamera: Alwin H. Kuchler / Schnitt: Mick Audsley
Besetzung: Gwyneth Paltrow als Catherine / Anthony Hopkins als Robert / Hope Davis als Claire / Jake Gyllenhaal als Hal
Deutscher Kinostart: 04.05.2006


Handlung
Der Film beginnt mit einer Unterhaltung zwischen dem brillanten Mathematiker Robert, Professor an der Universität von Chicago, und dessen Tochter Catherine. Robert, der schon seit einigen Jahren an einer mysteriösen Geisteskrankheit leidet, versucht seine Tochter davon zu überzeugen, dass sie seine Krankheit nicht geerbt habe – seine Genialität in puncto Mathematik dagegen schon. In der Vergangenheit hatte sie bereits versucht, aus dem Schatten ihres berühmten Vaters herauszutreten und selber an der Northwestern University in Evanston Mathematik studiert. Als ihr Vater erkrankte gab sie ihr Studium auf und sorgte für ihn.
Die Diskussion nimmt eine überraschende Wendung, als klar wird, dass Robert nur wenige Tage zuvor gestorben ist und sich Catherine die Unterhaltung nur einbildet. Wieder zu klarem Bewusstsein kommt sie durch Hal, den Doktoranden ihres Vaters. Er hat im Arbeitszimmer des Verstorbenen 103 Notizbücher, die Robert in den letzten Jahren aufgrund eines Schreibzwanges mit überwiegend sinnlosen Formeln gefüllt hat, entdeckt und hofft nun, darin noch einige Genialitäten seines ehemaligen Mentors zu finden. Catherine will jedoch verhindern, dass sich Hal zu sehr mit dem Geschriebenen auseinandersetzt, weil sie glaubt, Hal würde das Gefundene unter eigenem Namen veröffentlichen, um daraus Profit zu schlagen. Tatsächlich findet sie in Hals Jacke eines der Notizbücher und sieht sich in ihrer Theorie bestätigt. Hal versucht ihr jedoch klarzumachen, dass in dem Buch nichts Verwertbares stehe, sondern dass ihr Vater darin Catherine seinen Dank für ihre aufopferungsvolle Pflege ausdrücke und Hal ihr dieses Buch schenken wollte, da sie genau an diesem Tag ihren 27. Geburtstag feiert.
Am nächsten Morgen – dem Tag der Beerdigung – trifft Catherines Schwester Claire aus New York ein, die sofort versucht, das Kommando über Catherines Leben zu übernehmen. Die beiden Schwestern haben sich über die Jahre hinweg voneinander entfremdet, und Claire beginnt sehr schnell, Catherine in ihrer Angst zu bestärken, die Geisteskrankheit des Vaters geerbt zu haben. Sogar Hals Existenz zweifelt sie an. Außerdem plant sie, das Haus des verstorbenen Vaters, das auf dem Campus der Universität liegt und in dem Catherine noch immer wohnt, zu verkaufen und ihre verwirrte jüngere Schwester mit sich nach New York zu nehmen.
Auf der Beerdigung sorgt Catherine für einen Eklat, indem sie ungefragt ans Mikrofon geht und alle erschienenen Leute fragt, wo sie eigentlich in den letzten Jahren, in denen es Robert so schlecht ging, gewesen seien. Verbittert darüber, dass sie sich alleine um ihn hatte kümmern musste, entrutscht ihr abschließend „Zum Glück ist er tot“, was sie kurz darauf bereut.
Am selben Abend kommen sich Hal und Catherine näher. Nach einer gemeinsamen Nacht händigt sie ihm einen Schlüssel zu einem Schreibtischfach aus, in dem er auf ein weiteres Notizbuch stößt. Dieses enthält Aufzeichnungen über einen spektakulären mathematischen Beweis, der die Gelehrtenwelt in Erstaunen versetzen könnte. Hal und Claire sind überrascht und bezweifeln, dass Robert tatsächlich noch in der Lage gewesen sein soll, diesen Beweis verfasst zu haben. Schließlich wirft Catherine ein, dass gar nicht ihr Vater, sondern sie selbst den Beweis verfasst habe. Doch neben Claire meldet auch Hal Zweifel daran an, woraufhin Catherine wütend die restlichen Notizbücher auf den Boden wirft und das Zimmer verlässt. Ihre Selbstzweifel werden so groß, dass sie Realität und Vorstellung nicht mehr auseinanderhalten kann. Sie erkennt schließlich die Meinung von Claire als ihre eigene an.
Catherine will nun mit dem Kapitel abschließen und willigt ein, mit Claire nach New York zu kommen. Hal dagegen hat mittlerweile mit zwei unabhängigen Expertengruppen den Beweis überprüft – und es ist ihnen nicht gelungen, auch nur den kleinsten Fehler zu finden. Catherine will davon jedoch nichts hören. Dass Hal ihr nun glaube, sei gut und schön, doch er hätte dies besser bereits einige Tage zuvor getan, nun sei es zu spät. Der Fehler, den er nicht mehr gutmachen kann, ist, dass er ihr nicht vertraute und somit keinen Beweis für seine Liebe lieferte. Während der Warterei am Flughafen kommt Catherine schließlich ins Grübeln, bis sie sich schließlich kurzerhand dazu entschließt, den Flughafen wieder zu verlassen, um nach Chicago – und damit zu Hal – zurückzukehren.
Der Film erzählt während des gesamten Verlaufs in Rückblenden die Geschichte von Catherine und ihrem Vater. Zwischendurch hat es immer wieder den Anschein, dass Robert den Beweis tatsächlich geschrieben haben könnte, doch zum Schluss wird der Zuschauer schmerzlich davon überzeugt, dass Roberts Krankheit schon viel zu weit fortgeschritten war, als dass er tatsächlich noch so etwas hätte zustande bringen können.

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Entstehungsgeschichte
Proof basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von David Auburn. Der US-amerikanische Dramatiker, der 2001 für sein Werk u. a. mit dem renommierten Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde, adaptierte gemeinsam mit Rebecca Miller sein komplexes Drehbuch für die Filmleinwand. Hauptdarstellerin Gwyneth Paltrow übernahm die Hauptrolle von Mary-Louise Parker, die für ihren Part als Catherine in der Broadway-Inszenierung mit dem Tony Award ausgezeichnet worden war, dem wichtigsten US-amerikanischen Theaterpreis. Paltrow selbst hatte im Jahr 2002 bei ihrem Debüt auf der Londoner Theaterbühne am Donmar Warehouse die Protagonistin in Proof gemimt, unter der Regie von John Madden, der auch bei der Filmadaption die Regie übernahm. Für Paltrow war es die zweite filmische Zusammenarbeit mit dem Regisseur, der ihr mit dem Film Shakespeare in Love (1998) zum Oscar-Sieg verholfen hatte.

Der Großteil der Dreharbeiten von Proof fand in der Umgebung von Hyde Park statt, im Süden Chicagos. Obwohl viele Szenen auf dem Campus der Universität von Chicago gedreht wurden, fand keine Szene im Mathematikgebäude, Eckhart genannt, statt. Stattdessen wurden viele Szenen im Mathematikgebäude in der Divinity School abgedreht. Der Film beginnt mit einem Kameraschwenk auf Gwyneth Paltrow, wie sie die Midway Plaisance entlangradelt, wobei sehr viele Einstellungen den viereckigen Innenhof vor der Harper Library zeigen.

Die Dreharbeiten begannen ab 6. Oktober 2003 und der Film wurde, obwohl im Jahr 2004 vollendet, aus unbekannten Gründen erst 2005 veröffentlicht. Die Produktionskosten des Films werden auf eine Höhe von 20 Mio. US-Dollar (ca. 16,6 Mio. Euro) geschätzt.

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Wissenswertes
John Maddens Drama feierte am 5. September 2005 seine Premiere auf dem Filmfestspielen von Venedig. Elf Tage später, am 16. September 2005, startete Proof offiziell in acht ausgewählten US-amerikanischen Kinos und spielte am Eröffnungswochenende 193.843 US-Dollar ein. Bis zum 16. Oktober des selben Jahres hatte der Film bereits mit 5,8 Mio. US-Dollar mehr als ein Viertel seiner Produktionskosten wieder eingespielt. Der deutsche Kinostart von Proof ist noch nicht bekannt.
Der Film, in dem Kritiker vor allem die schauspielerischen Leistungen von Gwyneth Paltrow, heraushoben, gehörte zum erweiterten Favoritenkreis der 78. Oscar-Verleihung, erhielt jedoch keine Nominierung.

Anekdoten
Die abendliche Premierengala von Proof in New York besuchte Hauptdarstellerin Gwyneth Paltrow mit einem kleinen 1000 US-Dollar teuren Bildschirm, auf dem sie ihre zu diesem Zeitpunkt 16 Monate alte Tochter Apple beobachten konnte. Reportern gestand sie, es wäre das zweite Mal gewesen, dass sie ihre Tochter nicht selbst zu Bett hatte bringen können.
Bei der Premiere des Films in Venedig war Hauptdarstellerin Gwyneth Paltrow nicht vor Ort. Ihr Flugzeug hatte aufgrund von technischen Problemen wieder nach New York umkehren müssen. Quelle: Wikipedia


Auszeichnungen:




Proof Interviews:
Dank an Donald Dwight Darko

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