Moonlight Mile
Moonlight Mile
USA 2002
Titel: Moonlight Mile / Genre: DRAMA
Regie: Brad Silberling
Darsteller : Dustin Hoffman, Holly Hunter, Susan Sarandon, Dabney Coleman
FSK: ab 12 Jahren
Inhalt:
Der sinnlose Tod ihrer Tochter lässt die Welt von Ben (Dustin Hoffman) und Jojo (Susan Sarandon) erstarren - und zwingt Beinahe-Schwiegersohn Joe (Jake Gyllenhaal) in die Rolle des Ersatz-Sohnes. Mitreißendes Gefühlsdrama von Brad Silberling.
Cape Anne, ein kleines Städtchen in Massachusetts, im Jahr 1973. Im Haus der Familie Floss beginnt für Joe Nast (Jake Gyllenhaal) ein scheinbar ganz normaler Tag. Aber auch wenn sich Hausherr Ben (Dustin Hoffman) noch so akribisch rasieren und seine Frau Jojo (Susan Sarandon) noch so geschäftig wirken mag, ist nichts wie vorher. Draußen vor dem Haus wartet eine Limousinen-Kolonne, um zu einer Beerdigung loszufahren. Wenige Tage vor ihrer Hochzeit mit Joe ist Ben und Jojos Tochter Diana gestorben - tödlich getroffen von Schüssen in einem Eiscafé, die ein halbverrückter Mann am Nebentisch im Streit seiner Frau zugedacht hatte. Ein genauso zufälliger wie sinnloser Tod. Wie soll man sich in so einem Fall verhalten, wie die Fassung bewahren oder die richtigen Worte finden? Dass Ben und Jojo mit Hilfe der pragmatischen Anwältin Mona Camp (Holly Hunter) den Schießwütigen als Mörder lebenslänglich hinter Gitter bringen wollen, hilft auch nicht wirklich; der Schmerz bleibt. Aber als Ben, Jojo und Joe nach der Trauerfeier schließlich in jenes Haus zurückkehren, wo vor kurzem noch Diana gewohnt hatte, schaffen sie es nicht, die sogenannte Trauerarbeit anzugehen - auch nicht in den folgenden Tagen.
Ben und Jojo meiden jede Sekunde zum Nachdenken; Ben macht Joe sogar zu seinem Junior-Partner im Immobiliengeschäft. Wie selbstverständlich bleibt Joe weiterhin im Haus der Familie und wird quasi zum Tochter-Ersatz - obwohl er sich bereits in ein anderes Mädchen (Ellen Pompeo) verliebt hat. Joe will Rücksicht auf Ben und Jojo nehmen - nicht nur, weil er kein zusätzliches Leid verursachen will, sondern auch, weil er ein Geheimnis hütet, zu dessen Preisgabe er sich einfach nicht entschließen kann …
Regisseur Brad Silberling (Stadt der Engel) lässt in diesem subtilen, kraftvollen Drama die Situationskomik wie von selbst entstehen. Er verarbeitet mit Moonlight Mile auch seine eigene Geschichte: Im Jahr 1989 war Rebecca Schaeffer, Silberlings damalige Freundin, von einem Fan ermordet worden. Das gibt dieser zärtlichen Ode an die Liebe zusätzliche Glaubwürdigkeit und atmosphärische Dichte. (kh)
Text: Mannheim Cineplex
Kritik:
Was einem deutschen Film nie gelingt, das schafft Hollywood immer wieder mit Bravour: Ernste Themen mit einer gewissen Lockerheit, ja sogar mit Humor zu erzählen. Jüngstes Beispiel ist die Tragikomödie "Moonlight Mile" mit den Superstars Susan Sarandon und Dustin Hoffman.
Joe und seine Freundin Diana sollen in ein paar Tagen heiraten, aber es kommt alles ganz anders. Zufällig wird Diana Zeugin eines Streits, es fällt ein Schuss, die junge Frau wird versehentlich getötet. Dianas Eltern nehmen Joe, ihren Beinahe-Schwiegersohn, bei sich auf und kümmern sich liebevoll um ihn. Doch bei der gemeinsamen Trauerarbeit im Familienkreis verschweigt der Junge, dass seine Beziehung zu Diana in Wirklichkeit beendet war.
Schmerzhafter Verlust, Hoffnung, eine Lebenslüge: Regisseur Brad Silberling hat mit "Moonlight Mile" eigene Erfahrungen verfilmt, seine Freundin wurde 1989 ermordet. Mit Dustin Hoffman, Susan Sarandon und Holly Hunter ist der Film mit lauter hochkarätigen Oscar-Preisträgern besetzt. Und der bei uns noch eher unbekannte Jake Gyllenhaal in der Rolle des Joe ist in Amerika ein begehrter Shooting Star. "Moonlight Mile" ist mit seiner gelungenen Mischung aus Tragödie und Komödie ein einfühlsamer und bewegender Film. Die Geschichte wird niemals rührselig, sondern durchaus mit Humor und einer wundervollen Leichtigkeit erzählt.
Nach dem gewaltsamen Tod seiner Freundin wird ein junger Mann bei deren Eltern aufgenommen. Im Rahmen der Trauerarbeit gelingt es dem jungen Mann kaum, den Eltern die Wahrheit zu sagen: das nämlich die geplante Hochzeit gescheitert wäre, weil sich das Paar längst getrennt hatte. Exzellent gespielte Tragikomödie um die Themen Liebe, Verlust, Trauer. Quelle: WDR - 1Live
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