Bubble Boy Filmkritiken
Quelle: Film.at
bobbykimball.de
Mich hat dieser "kleine" Film begeistert. Ich habe von der ersten bis zur letzten Minute nur fassungslos grinsend den Kopf geschüttelt über so viele geniale und verrückte Ideen.
Jimmy Livingston in seiner Plastikblase begegnet auf seinem Weg zur Verhinderung der Hochzeit seiner Freundin den erstaunlichsten Typen. Da ist eine Sekte, die ihn für den Auserwählten hält und deren Guru immer nur ans Buffet denkt. Es gibt eine Motorradgang, eine großartige Freakshow-Truppe, einen Inder mit einem Shiva-Eiswagen, zockende Japaner und Jimmys Eltern beschuldigen in einem selbst geschriebenen Erpresserbrief mal eben die Juden, ihren Sohn entführt zu haben.
Jimmy, noch nie in seinem Leben draußen gewesen, purzelt staunend durch diese bunte Welt, untermalt von witzigen Musiktiteln wie "Having a bad day". Der Film nimmt so viele Subkulturen auf die Schippe und vergisst dabei nie das feine Gespür für die Ernsthaftigkeit des Themas und für die zarte Liebesgeschichte und auch die Wendung am Ende ist sehr bezeichnend.
Jake Gyllenhaal hat in einem Interview gesagt, er wollte damals auch, wie Johnny Depp, in solchen kleinen, besonderen Filmprojekten mitmachen. Und diese Wahl war wirklich genial. Der Film ist besser und wichtiger als so mancher Blockbuster, den er gemacht hat.
In dem Moment, wo Jimmy sich entscheiden muss, ob er wieder nach Hause gehen soll, sagt sein Vater:
"Was wäre wohl geschehen, wenn Neil Armstrong den ganzen Weg zum Mond gegangen wäre und niemals die Oberfläche betreten hätte?"
Und das ist für mich eine der wichtigsten Aussagen des Films, vielleicht auch, weil sie vom Vater kommt.







